Was können wir tun?
Eine von fünf Frauen in Österreich hat zumindest einmal in ihrem Leben körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erfahren. Aber auch Kinder, ältere Menschen, Männer oder Menschen mit Behinderung trifft Gewalt. Auch Ihre PatientInnen könnten betroffen sein. Viele Gewaltopfer schämen sich und haben Angst.
Für rund 75 Prozent der von Gewalt betroffenen Frauen sind Dienste des Gesundheitswesens die erste Anlaufstelle, wenn es um akute körperliche Verletzungen und/oder nicht (mehr) bewältigbare Akut- und Langzeitfolgen erlebter Gewalt geht.
Warum ist es wichtig?
Nur jedes dritte Opfer von Gewalt in Partnerschaften und jedes vierte Opfer von Gewalt außerhalb von Partnerschaften hingegen meldet der Polizei oder einer anderen Einrichtung von sich aus den jüngsten schwerwiegendsten Vorfall.
Viele Opfer von Gewalt sprechen die Ursachen von Verletzungen, körperlichen, psychischen, psychosomatischen, psychiatrischen, sexuellen und/oder reproduktiven Störungen bzw. Erkrankungen aus Schuld- und Schamgefühlen sowie aus Angst vor weiterer Gewalt, von sich aus kaum gegenüber anderen Personen an. Viele Betroffene fanden es aber akzeptabel, wenn im Kontakt mit dem Gesundheitssystem routinemäßig nach Gewalterfahrungen gefragt wurde. Tun Sie es auch!
Screeningfragen
Folgende Fragen könnten dafür hilfreich sein:
Weiß jemand, dass Sie hier sind?
Darf jemand nicht wissen, dass Sie hier sind?
Bereitet Ihnen aktuell jemand Angst oder Unbehagen?
Weitere Infos unter www.toolbox-opferschutz.at
Checkliste
Wie gehe ich bei (Verdacht auf) Gewalt vor?
Hinweise auf Gewalt
So erkennen Sie, ob Gewalt im Spiel war
Opferschutzgruppe
Wer unterstützt mich?